Mitarbeiterstimme
Drei Wochen Hamburg, eine Woche Siegerland. Für viele Unternehmen wäre diese Konstellation eine Herausforderung. Für kplan war sie vor allem eines: eine Aufgabe, für die es eine Lösung zu finden galt. Als Catharina Lück (31) aus persönlichen Gründen nach Hamburg zog, stand schnell die Frage im Raum, wie ihre berufliche Zukunft aussehen würde. Die Antwort zeigt viel darüber, wie kplan als Arbeitgeber denkt. Statt eine erfahrene Mitarbeiterin ziehen zu lassen, schuf das Unternehmen neue Möglichkeiten – zunächst mit einem Arbeitsplatz im Co-Working-Space, später mit einem eigenen Bürostandort in Hamburg. Heute arbeiten dort acht Mitarbeitende von kplan und der Tochtergesellschaft conceptK. Catharina kennt das Unternehmen bereits seit vielen Jahren. Ihre Ausbildung zur Bauzeichnerin absolvierte sie bei kplan, anschließend qualifizierte sie sich berufsbegleitend zur Bautechnikerin weiter. Heute zählt sie zu den Expertinnen für BIM-Planung, 3D-Modellierung und Kollisionsprüfungen im Unternehmen. Im Interview spricht sie über ihren Werdegang, die Unterstützung während ihrer Ausbildung und darüber, warum sie trotz der Distanz fest mit dem Team in Siegen verbunden bleibt.
Sehr angenehm und kurzweilig. Ich hatte sofort das Gefühl, dass wir auf einer Wellenlänge sind. Es war eine offene Atmosphäre und man hat schnell gemerkt, dass hier der Mensch im Mittelpunkt steht.
Eigentlich wollte ich ursprünglich Architektur studieren. Während des Studiums habe ich aber festgestellt, dass mich das Zeichnen und Modellieren deutlich mehr begeistert als die klassische Architektentätigkeit. Deshalb habe ich mich bei kplan beworben. Durch meine Vorkenntnisse konnte ich die Ausbildung verkürzen. Gleichzeitig mussten natürlich Inhalte nachgeholt werden. Mein Ausbildungsleiter hat sich jede Woche Zeit genommen, um genau dieses Wissen mit mir aufzuarbeiten. Das war alles andere als selbstverständlich. Schon während der Berufsschulzeit habe ich gemerkt, dass kplan anders mit seinen Auszubildenden umgeht. Es wurde viel investiert, damit wir uns fachlich und persönlich entwickeln können. Direkt nach der Ausbildung habe ich die berufsbegleitende Weiterbildung zur Bautechnikerin angeschlossen. Vier Jahre lang bedeutete das: tagsüber arbeiten, abends Schule. Eine intensive Zeit. Umso mehr habe ich die Flexibilität und Unterstützung von kplan geschätzt. Das Unternehmen wollte, dass ich diesen Weg erfolgreich gehen kann.
Für uns bei kplan ist das mittlerweile selbstverständlich. Für viele Kommunen allerdings noch nicht. kplan hat früh auf BIM gesetzt und gehört in diesem Bereich definitiv zu den Vorreitern. Auch wenn BIM inzwischen in vielen Ausschreibungen gefordert wird, sind zahlreiche Auftraggeber noch dabei, die entsprechenden Prozesse aufzubauen. Bei uns ist die digitale Planung längst Standard. Alle Arbeitsplätze sind mit leistungsfähiger Hardware und modernen Softwarelösungen ausgestattet. Ich koordiniere verschiedene BIM-Projekte im Unternehmen und begleite die Zusammenarbeit der unterschiedlichen Fachdisziplinen. Das macht die Arbeit sehr spannend.
Die Entscheidung hing mit meinem Partner zusammen, der dort beruflich eine neue Chance bekommen hat. Ich komme ursprünglich aus Freudenberg bei Siegen und fühle mich dem Siegerland sehr verbunden. Eigentlich ist das meine Heimat und mein Lieblingsort. Aber manchmal ergeben sich neue Lebenssituationen, auf die man reagieren muss.
Natürlich waren alle zunächst überrascht. Gleichzeitig wurde aber sofort nach Lösungen gesucht. Ich habe schnell gemerkt, dass man mich unterstützen möchte. Dafür bin ich bis heute sehr dankbar. Zunächst habe ich in Hamburg in einem Co-Working-Space gearbeitet. Relativ bald entstand dann die Idee eines eigenen Standorts. Ein glücklicher Zufall war, dass auch die kplan-Tochter conceptK Arbeitsplätze in Hamburg benötigte. Daraus hat sich Schritt für Schritt unser heutiger Standort entwickelt. Mittlerweile arbeiten wir dort mit acht Kolleginnen und Kollegen zusammen in einem Büro.
Nein, tatsächlich liegen viele meiner Projekte weiterhin in Hessen und Nordrhein-Westfalen. Aktuell begleite ich beispielsweise die Fertigstellung einer hauptamtlichen Feuerwache in Hessen. Das Projekt hat ein Bauvolumen von rund 40 Millionen Euro und umfasst 22 Stellplätze für Einsatzfahrzeuge. Ich bin seit den ersten Planungsphasen dabei und freue mich jetzt auf die Fertigstellung. Dass ich nicht vor Ort sitze, spielt dabei kaum eine Rolle. Unsere Arbeitsplätze sind vollständig digital ausgestattet. Die Zusammenarbeit funktioniert standortunabhängig und sehr effizient.
Natürlich. Deshalb bin ich auch regelmäßig vor Ort. Meist verbringe ich drei Wochen in Hamburg und eine Woche im Siegerland. Dann freue ich mich auf meine Familie – und genauso auf meine Kolleginnen und Kollegen. Wenn ich montags ins Büro komme, fühlt sich das oft wie eine kleine Willkommensfeier an. Es wird viel gelacht, man tauscht sich aus und ist sofort wieder mittendrin. Trotz der Entfernung bin ich fest im Team Siegen verwurzelt. Besonders wichtig finde ich auch unser monatliches „Bürogespräch“. Dort sprechen wir über laufende Projekte, neue Aufträge, Entwicklungen in der Branche und auch über Herausforderungen oder Fehler, aus denen wir lernen können. Dieser offene Austausch macht uns als Team besser. Und für uns ist es auch normal, hin und wieder abends etwas zusammen zu unternehmen.
Wertschätzend. Wir sind insbesondere auf Feuerwachen spezialisiert. Dabei planen wir Gebäude für Menschen, die täglich Verantwortung für andere übernehmen und im Ernstfall ihr eigenes Leben riskieren. Ich finde, dass diese Menschen ein Arbeitsumfeld verdienen, das ihren Einsatz widerspiegelt. Gute Architektur ist dabei weit mehr als ein schönes Gebäude. Es geht um funktionale Abläufe, optimale Arbeitsbedingungen und Räume, die die Einsatzkräfte in ihrem anspruchsvollen Alltag unterstützen. Zu wissen, dass unsere Arbeit dazu beiträgt, motiviert mich jeden Tag aufs Neue.
(Lacht). Bring am ersten Tag einen Kuchen mit und du bist direkt integriert bei uns – ist so!